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Fähigkeitsprofile der Ausbildungssegmente 2019

Fähigkeitsprofile der Ausbildungssegmente 2019

Die Fähigkeitsprofile basieren auf Analysen von 338 dualen und schulischen Ausbildungsberufen. Die Fähigkeitsprofile bilden Unterschiede zwischen Ausbildungsberufen in der Art und Höhe der zu erlernenden Fähigkeiten in der Ausbildung ab.
Es werden vier Fähigkeitsprofile unterschieden: ein berufsspezifisches Profil mit niedrigeren bis mittleren kognitiven Anforderungen, ein berufsspezifisches Profil mit hohen kognitiven Anforderungen, ein betriebsspezifisches Profil und ein allgemeines Profil mit hohen kognitiven Anforderungen. Die Einteilung beruht auf Merkmalen der Ausbildungsberufe zur Berufsspezifität, Betriebsspezifität und dem kognitiven Anforderungsniveau der Berufe.
Die Fähigkeitsprofile ermöglichen Auswertungen zur beruflichen Segmentierung in der Ausbildung und damit verbundenen sozialen Ungleichheiten beim Zugang, Verlauf und der Verwertung der beruflichen Ausbildung.

Herkunft/Urheber: Koneberg, Filiz; Rohrbach-Schmidt, Daniela, Friedrich, Anett (Bundesinstitut für Berufsbildung)
Methode/Struktur: Die Grundlage der Analyse zu den Fähigkeitsprofilen bildet ein Ausbildungsberufsdatensatz, der Merkmale zu 338 vollqualifizierenden Ausbildungsberufen in Deutschland beinhaltet (Datenstand 2019). Dieser Ausbildungsberufsdatensatz umfasst 317 duale Ausbildungsberufe nach Berufsbildungsgesetz/Handwerksordnung (BBiG/HwO) und die 21 größten Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufe (GES-Berufe). Die GES-Berufe machen einen großen Teil des Ausbildungsgeschehens in den sogenannten „schulischen“ Ausbildungsberufen aus (vgl. Koneberg et al. 2025; Friedrich et al. 2026).
Die Fähigkeitsprofile der 338 Ausbildungsberufe werden mithilfe latenter Profilanalysen auf Basis der Merkmale Berufsspezifität, Betriebsspezifität und kognitives Anforderungsniveau identifiziert. Die Berufsspezifität der Ausbildungsberufe basiert auf einem Maß, welches die Spezifität der Berufe mit Hilfe der Anteile der sich überschneidenden Kernkompetenzen zwischen Berufen misst. Die Betriebsspezifität der Berufe wird in Anlehnung an über das Strukturmodell der Ausbildung gemessen. Das kognitive Anforderungsniveau wird mittels eines Indikators des Berufspsychologischen Service (BPS) der Bundesagentur für Arbeit operationalisiert, welcher „das Niveau der kognitiven Fähigkeiten, das zum erfolgreichen Erlernen und Ausüben eines Berufs benötigt wird“ widerspiegelt und im BIBB vorliegt (vgl. Koneberg et al. 2025; Friedrich et al. 2026).
Die latenten Profilanalysen ermitteln vier unterschiedliche Fähigkeitsprofile unter den berücksichtigen Berufen. Die Clusterbildung dieser vier Fähigkeitsprofile verdeutlicht die strukturellen Ähnlichkeiten der Kompetenzbündel von Ausbildungsberufen, unabhängig von ihren beruflichen Unterschieden. Für jeden Ausbildungsberuf werden die Zugehörigkeitswahrscheinlichkeiten zu den vier Profilen mit typischen Fähigkeitsausprägungen berechnet. Ausbildungsberufe werden den Fähigkeitsprofilen mit der höchsten Zuordnungswahrscheinlichkeit zugewiesen, sodass jeder Ausbildungsberuf nur einem Profil zugeordnet ist. In vereinzelten Fällen weisen Ausbildungsberufe ähnliche hohe Zuordnungswahrscheinlichkeiten zu mehreren Profilen auf – auch hier wird das Profil mit der höchsten Wahrscheinlichkeit zugeordnet. Die Fähigkeitsprofile ermöglichen Auswertungen zur beruflichen Segmentierung in der Ausbildung und damit verbundenen sozialen Ungleichheiten beim Zugang, Verlauf und der Verwertung der beruflichen Ausbildung. Koneberg et al. (2025) und Friedrich et al. (2026) zeigen, dass mit den Fähigkeitsprofilen Unterschiede in der durchschnittlichen Wichtigkeit von Investitions- und Produktionsorientierung der Ausbildung (Bindung), Ausbildungsvergütung und sozialen Prestige (Gratifikationen), sowie dem Anteil von Azubis mit niedrigeren oder höheren Schulabschlüssen verbunden sind.
Umsetzung für Deutschland:
Die Analyseeinheit bilden die Ausbildungsberufe anhand ihrer Ausbildungsberufsbezeichnung, z. B. Gärtner/-in (alle Fachrichtungen). Diese Analyseeinheit ist tiefer gegliedert als die 5-Steller der Klassifikation der Berufe 2010 (KldB): die 338 Ausbildungsberufe sind deshalb auf nur 248 KldB-5-Steller verteilt.
Entwicklung/Umsetzung für Deutschland: Die Analyseeinheit bilden die Ausbildungsberufe anhand ihrer Ausbildungsberufsbezeichnung, z. B. Gärtner/-in (alle Fachrichtungen). Diese Analyseeinheit ist tiefer gegliedert als die 5-Steller der Klassifikation der Berufe 2010 (KldB): die 338 Ausbildungsberufe sind deshalb auf nur 248 KldB-5-Steller verteilt.

Fähigkeitsprofile der Ausbildungssegmente 2019

Keine Daten vorhanden.

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